Weiter zum Inhalt
11Nov

Steuererhöhung in Heiden für den Gewerbepark A31?

In der Sitzung am 08.11.2011 hat der Rat der Gemeinde Heiden eine Erhöhung der Gemeindesteuern beschlossen. Die Grundsteuern (Gs A für landwirtschaftliche Flächen, Gs B für bebaute Flächen) sowie die Gewerbesteuern sollen in 2012 angehoben werden. Und dies sehr deutlich: die Grundsteuer A wird um 7,4 %, die Grundsteuer B sogar um 8,5 % angehoben, die Gewerbesteuer etwas moderater um 2%.

Als Begründung für die vorgeschlagene Erhöhung hat die Verwaltung auf die angespannte Haushaltslage der Gemeinde verwiesen. Obwohl die genauen Daten f.d. Haushalt 2012 noch nicht vorliegen, sei jetzt schon absehbar, dass die Gemeinde die zusätzlichen Einnahmen benötigen werde. Das wundert uns nicht – das zusätzliche Geld wird nämlich u.a. für den immer teurer werdenden Gewerbepark an der A31 benötigt.

Die erste Kostenaufstellung zum Gewerbepark aus 2009 sah noch Ausgaben in Höhe von 13,5 Mio € vor. Im letzten Jahr (2010) waren die geplanten Ausgaben um 1 Mio. € auf 14,5 Mio. € gestiegen und lt. den aktuell bekannten Planungen (vgl. http://heiden.de/ratsinfo/sitzungen/secure_download.php?fileid=b03be8e639cf2b1fc28066839cb6aee0) sind wir wieder ein Jahr später schon bei 21,5 Mio. € angelangt. Eine Steigerung von 7 Mio. € innerhalb nur eines Jahres. Da hat man sich offenbar völlig verschätzt, was die Kosten des Gewerbeparks angeht. Dass der Zweckverband dies nicht im Griff hat, zeigt sich übrigens auch daran, dass die Wirtschaftlichkeitsberechnung, die der Heidener Rat sein fast einem Jahr verlangt, bislang noch nicht vorgelegt wurde.

Die Gemeinde Heiden hat einen Anteil von 20 % dieser Kosten zu tragen. Nach der ursprünglichen Annahme von 2009 wären dies 2,7 Mio. € gewesen, nach den neuen Zahlen (in denen etwa die Finanzierungskosten noch gar nicht berücksichtigt sind) dürfen wir uns über Ausgaben in Höhe von 4,34 Mio. € freuen. Kein Wunder also, dass man davon ausgeht, dass die Haushaltslage sich verschlechtert. Die Folge: die Gemeinde braucht mehr Geld und holt sich dieses nun (teilweise) über höhere Steuern wieder rein.

Ach so – die grüne Fraktion im Rat hat die Erhöhung der Steuern abgelehnt und spricht sich nach wie vor dafür aus, aus dem Projekt Gewerbepark A31 auszusteigen.

01Sep

08. September: Immer mehr Mastställe in Heiden – wann ist es genug?

Norwich Rüße, MdL

Norwich Rüße, MdL

Die Heidener SPD veranstaltet am 08. September eine Podiumsdiskussion zu dem Thema: “Immer mehr Mastställe in Heiden – wann ist es genug?” Als Vertreter für Bündnis90/DIE GRÜNEN wird Norwich Rüße, Landtagsabgeordneter, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen in NRW und selber Landwirt teilnehmen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und beginnt um 19:30 Uhr im Gasthof Dunckhöfner.

03Mai

Dezentrale und ökologische Energieversorgung für Heiden

Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Heidener Rat möchte die Energieversorgung in der Gemeinde auf eine dezentrale und ökologische Basis stellen. Für die kommende Ratssitzung am 10.05.2011 hat sie daher nachfolgenden Antrag an den Rat gestellt:

Dezentrale und ökologische Energieversorgung für Heiden

Seit langem wird über notwendige Veränderungen in der Energieversorgung diskutiert: Stärkung de­zentraler Versorgungsstrukturen und Ausbau regenerativer Energiequellen sind die zentralen Themen. Die Notwendigkeit dieser Veränderungen ist uns mit der Atomkatastrophe in Japan noch einmal mit schrecklicher Gewissheit vor Augen geführt worden.

Viele Kommunen arbeiten intensiv an Konzepten zur nahräumlichen Energieversorgung aus ökologi­schen Quellen. Gerade im Münsterland gibt es Beispiele für erfolgreiche Ansätze: Bocholt und die Ge­meinde Saerbeck sind als Klimakommunen für ihre Anstrengungen vom Land NRW ausgezeichnet worden. Gerade Saerbeck (ca. 7.300 Einwohner) zeigt, dass auch kleinere Kommunen sich ambitionier­te Ziele setzen und diese auch erreichen können. In einem „Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpas­sungskonzept“ hat die Gemeinde das Ziel formuliert, bis 2030 energieautark zu werden, d.h. so viel Energie aus regenerativen Quellen zu produzieren, wie vor Ort verbraucht wird. Mit vielen Projekten (u.a. Energiepark Saerbeck, Energiestammtisch) wird die Energieversorgung zu einem zentralen The­ma des Ortes unter großer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gemacht.

In Heiden sind die Voraussetzungen für eine ähnliche Entwicklung hervorragend: lt. einer Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie werden auf dem Gebiet der Gemeinde bereits heute ca. 50.000 Mwh/Jahr erzeugt, dies entspricht über 80% des gesamten Energiebedarfs der Gemeinde. Und ein Großteil der Anlagen ist im Besitz lokaler Betreiber, die sich ihrer Gemeinde in besonderer Weise verbunden fühlen. Der Aufbau einer dezentralen Energieversorgung mit dem Ziel, kommunalen Klimaschutz zu betreiben und gleichzeitig wirtschaftliche Wertschöpfung am Ort zu stärken, böte sich zudem hervorragend als The­ma für eine Projektentwicklung und -förderung im Rahmen der Regionale 2016 an.

Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN stellt daher den Antrag

  • a) dass der Rat einen Arbeitskreis aus Vertretern der Verwaltung (etwa aus dem Team des Euro­pean Energy Award), des Rates und der energieproduzierenden Betriebe einberuft. Ziel des Ar­beitskreises ist es, Lösungen für die Frage zu finden, wie die lokal erzeugte Energie auch lokal verwertet werden kann und die Gemeinde Heiden langfristig eine ökologische und (zumindest weitgehend) unabhängige Energieversorgung aufbauen kann
  • b) dass die Verwaltung als kurzfristige Maßnahme prüft und dem Rat berichtet, wann und zu wel­chen Bedingungen die Gemeinde auf Stromlieferung aus regenerativen Energiequellen (Ökostrom) umsteigen kann.
12Apr

Anti-Atom-Großdemo am 25. April in Gronau

1986 Tschernobyl, 2011 Fukushima: Atomkraft abschalten! Aufruf zur Teilnahme an der Anti-Atom-Großdemo am 25. April in Gronau

Ende April jährt sich zum 25. Mal die Atomkatastrophe von Tschernobyl. Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 zeigen: Atomkraft ist nicht beherrschbar! Deutschland muss schnellstmöglich raus aus der Atomenergie. Das wollen wir GRÜNE, das will auch die übergroße Mehrheit der Bevölkerung.

Am Ostermontag, 25. April, werden bundesweit an 12 Orten mit Atomanlagen große Anti-Atom-Demos zum 25. Tschernobyl-Jahrestag stattfinden. In NRW wird die zentrale Demonstration an der Uran-Anreicherungsanlage in Gronau sein. Nicht weit entfernt liegt auch das Atommülllager in Ahaus. Wir wollen in Gronau für einen schnellstmöglichen Atomausstieg und gegen die militärische Nutzung der Atomenergie demonstrieren und damit eine Brücke zu den Ostermärschen schlagen. Die Gronauer Uranfabrik steht am Anfang der Atomspirale. Hier wird das Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken vorbereitet. Gleichzeitig steht die Uran-Anreicherung für die Verknüpfung von angeblich friedlicher Atomenergie und Atomwaffen.

Wir rufen auf: Kommt am Ostermontag zur NRW-weiten Anti-Atom-Demo nach Gronau, um von dort aus ein deutliches Signal für den Atomausstieg zu senden!

Der grüne Kreisverband hat für diesen Tag einen Bus organisiert, der von Borken aus TeilnehmerInnen nach Gronau (und abends wieder zurück) zur Demonstration bringen wird. Informationen und Anmeldung beim Kreisverband Bündnis 90/DIE GRÜNEN.

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
30 Datenbankanfragen in 0,526 Sekunden · Anmelden